Dr. Kruse-Heim Stellichte und Ita Wegman Schule Benefeld kooperieren

Dr. Kruse-Heim Stellichte und Ita Wegman Schule Benefeld kooperieren

„Inklusion in der Inklusion“ könnte man dieses Projekt nennen, welches das Dr.Kruse-Heim in Stellichte und die Ita Wegman Schule Benefeld (IWS) seit Beginn dieses Schuljahres ins Leben gerufen haben.
Vier Bewohner des heilpädagogischen Heimes arbeiten in Begleitung zweier Betreuerinnen einmal im Monat mit Schülern der 7. Klasse der heilpädagogischen Schule im Gartenbauunterricht zusammen. Die Schüler mit den unterschiedlichen Förderbedarfen (Lernen, sozial-emotionale Entwicklung oder geistige Entwicklung) erleben Erwachsene mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen beim gemeinsamen Tun. Von welchem Betreuten die Schüler selber Hilfe erwarten können oder wen sie selbst mit unterstützen müssen,haben die Schüler schnell raus. So gilt es, die jeweiligen Arbeitsgruppen gut zusammenzusetzen und zu begleiten, damit Schüler und Betreute in der Zusammenarbeit voneinander profitieren können. Denn zu lernen, Hilfe annehmen zu können, Hilfestellung leisten zu können, niemanden dabei auszunutzen oder sich vor etwas zu drücken ist sehr wichtig im Leben. Ebenso nehmen die Schüler wahr, es gibt erwachsene Menschen, deren Unterstützungsbedarf sehr groß ist, aber dennoch können diese teilhaben am gesellschaftlichen Leben und Arbeiten. Gesellschaftliche Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung sind große Schlagwörter in der UNO-Konvention zum Schutz der Rechte von Behinderten. So verpflichten sich die Einrichtungen der Behindertenhilfe, ihren Bewohnern diese Teilhabe anhand von Kooperationen mit anderen Institutionen zu ermöglichen. Zu dieser fruchtbaren Zusammenarbeit kam es durch die Initiative einer Schülermutter der IWS, welche im Heim Dr. Kruse tätig ist.
Seit August 2017 arbeitet die Hälfte der Klasse nun monatlich mit den zu Betreuenden im Gartenbauunterricht zusammen, sei es beim Umgraben, Jäten, Kerzenziehen oder Herstellen von Meisenknödeln. Die andere Hälfte der Klasse kocht währenddessen mit der Hauswirtschaftslehrerin der IWS ein gemeinsames Mittagessen, welches in der sogenannten „Morgenlied-Halle“ der Schule eingenommen wird, denn der Klassenraum wäre zu klein für die gesamte Gruppe.
Nach einen halben Jahr kann bereits ein positives Resümee gezogen werden und so wird es sicherlich eine Fortsetzung der Kooperation der beiden heilpädagogischen Einrichtungen nach Ende des Schuljahres geben.