Am Montag, den 01.09.2025 kam fast die gesamte Schulgemeinschaft in den Schulgarten gelaufen, um dort ihren Morgenkreis abzuhalten und gleichzeitig den 20. Geburtstag des Schulgartens zu feiern. Die fünfte Klasse führte ein schönes Flötenstück auf, die Morgenkreislieder wurden gesungen und es wurde auf die Geschichte des Schulgartens geblickt sowie auf die Notwendigkeit eines Schulgartens und der Handlungspädagogik. Eine Schülerin der vierten Klasse hatte einige selbstgemachte „Saatkugeln“ als Geschenk mitgebracht und der Schulgarten gab jedem Besucher als Dankeschön für das Mitfeiern eine Tüte Gummibärchen aus. Nach dem Ende des Morgenkreises nutzten einige Klassen die Gelegenheit, um durch den Schulgarten zu wandeln, während anderen Klassen bereits zurück zu den Schulgebäuden gingen. Am Nachmittag fand vor Ort ein geselliger Kaffeeklatsch mit Nachbarn und Mitarbeitern statt, der im Regen begann und im Sonnenschein endete.

Hier ein kurzer Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre der Schulgarten-Entwicklung:

Helmut Holste, welcher sich seit der Gründung der Schule im Jahre 2000 an der Seite seiner Frau Astrid Holste (†) stets um eine Fläche für einen Schulgarten in der Nähe bemühte, war fündig geworden:

Seit dem 01.09. 2005 pachtet unsere Schule die knapp einen Hektar große Ausgleichsfläche der damaligen Gemeinde Bomlitz, seit 2020 Stadt Walsrode, welche sich Im Hagen befindet.

Herr Holste baute mit Schülern die Einfriedung, aus stabilen Eichenpfählen und Wildzaun.

Herr Bremer, damaliger Schülervater und bis heute unterstützend tätig, kam mit seinem Traktor, pflügte, eggte und säte die Wiese für die Obstbäume ein.

Die Schüler halfen beim Pflanzen der Hecken und Einrichten der ersten Beete. Jede Klasse pflanzte einen Obstbaum, nachfolgend jede erste Klasse. Herr Bremer baute ein altes Güllefass um zu einem Wassertank, welches er bei Bedarf wieder auffüllte, sodass mit Gießkannen bewässert werden konnte. Jeder Tropfen war kostbar.

Die nötigen Geräte wurden in einer Schubkarre von der Schule zum Garten hin und wieder zurück transportiert. Bei aufkommendem Regen oder gar Hagelschauern hatten wir keinen Unterstand. Das änderte sich 2008. Mit genehmigtem Bauantrag wurde durch Herrn Holste und mit Hilfe der Eltern der damaligen 8. Klasse das Gartenhaus errichtet. Vollständig fertig gebaut bis ins kleinste Detail war es 2010/2011. Die letzten Arbeiten führte der Hausmeister Hans Vajant aus. Bis dahin wurde auch noch das genehmigte Komposttoilettenhäuschen errichtet, dieses von Herrn Vogel mit seiner damaligen 6. Klasse.

Anschließend bekamen wir endlich einen Brunnen gebohrt, denn durch eine Spende von der ortsansässigen Fabrik DOW Industries war der Großteil der Kosten gedeckt, auch für die dazugehörigen Wasserleitungen und Wasserhähne. Sogleich war es möglich, ausreichend zu wässern und im Sommer zuzulassen, dass sich die Schüler eine „Wasserschlacht“ beim Bewässern lieferten, um sich abzukühlen.

Die Ackerbau-Epoche fand seit 2005 nun im Schulgarten statt und manche Hausbau-Epoche der dritten Klasse bescherte uns kleine Bauten, wie ein Früh- und ein Hochbeet.

Ein Garten ist beständig im Wandel und verändert sein Aussehen im Laufe der Zeit. Ideen der Schüler, Pädagogen und Eltern wurden und werden fortwährend neu aufgegriffen. Die regelmäßige Elternarbeit seit gut 15 Jahren ist eine große Unterstützung. Ein Schulgarten ist immer auch ein Wir.

Seit dem Jahr 2018 kooperiert unsere Schule mit dem heilpädagogischen Heim Dr. Kruse, sodass einmal im Monat einige Bewohner mit ihren Betreuern mit Schülern der 7. Klasse im Gartenbauunterricht zusammenarbeiten.

Der Großteil der Ernte wird von den jeweiligen Hauswirtschaftsgruppen verarbeitet, aber auch einzelne Klassen profitieren von Obst und Gemüse aus dem Schulgarten.

Seit Ende 2023/Anfang 2024 gibt es eine handlungspädagogische Initiative im Schulgarten. Die sogenannte Extraklasse errichtete eine Baumschule, pflanzte kleine zusätzliche Hecken, kümmert sich um deren Pflege und wird häufig in ihrem kleinen achteckigen Pavillon vor Ort unterrichtet.

Für die Klassen, welche eben mal eine Verschnauf- oder eine Frühstückspause im Schulgarten abhalten möchten, gibt es eine extra Sitzecke mit Sonnensegel.

Bisher noch selten, aber dennoch wurde mancher Eurythmie-, Physik-, Kunstunterricht oder gar die Vermessungskunde in den Schulgarten verlegt.

Wir freuen uns nun auf viele weitere fruchtbare, lehrreiche und gesellige Jahre im wunderschönen Schulgarten.

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